Hohentrüdingen

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Mittelalterliche Geschichte

OrtsansichtHohentruedingenIm 11. Jahrhundert wird der bewaldete Berg zur Besiedlung freigegeben. 1053 schenkt König Heinrich III. dem Eichstätter Bischof Gebhard I. (später Papst Viktor II.) ein großes Forstgebiet, zu dem das damals bereits erschlossene Hohentrüdingen gehört. Von den Eichstätter Bischöfen geht der Besitz an die Edlen von Truhendingen über, welche es zu einem einflußreichen Grafengeschlecht bringen und verwandtschaftliche Verbindung zu allen wichtigen Herrschaftshäusern Mitteleuropas haben.

Der Markgraf von Ansbach erbt die Anlage und verlegt den Amtssitz von der Burganlage Hohentrüdingen nach Heidenheim in das aufgelöste Kloster, dessen Räume nach der Säkularisation frei geworden sind.

Teile der Hohentrüdinger Burganlage werden nach dem Abzug der Behörde abgetragen und dienen der örtlichen Bevölkerung als Baumaterial. Heute sind im Wesentlichen nur noch der als Kirche genutzte Anbau und der mächtige Bergfried erhalten, der als Glockenturm dient. Von hier aus genießt man eine prächtige Weitsicht, an guten Tagen bis zu den Alpen. Eindrucksvoll sind auch die Reste einer Ringwallanlage, die sich teilweise gut erhalten durch den Ort zieht und im südlichen Teil mit einem Wassergraben endet.

Die Geschichtsschreibung erwähnt den Besuch des berühmten Minnesängers „Wolfram von Eschenbach“ auf der Burg Hohentrüdingen, wo er ausdrücklich die Truhendinger Pfanne rühmt.

 

Hohentrüdingen heute

An die einst bedeutende adelige Vergangenheit erinnern heute der mächtige Turm und Teile der Wallanlage oder Straßennamen wie Schloßweg und Hofgarten. Wegen seiner herrlichen Höhenlage hat es etliche Neubürger in diesen Ort gezogen.

Hohentrüdingen ist an das Wanderwegenetz angeschlossen. Der „Jakobus-Pilgerweg III“ nach Santiago de Compostela führt auf einer Höhenroute durch den Ort, ebenso der „Frankenweg“, der „Westliche Albrandweg“ und der „Fritz-Linnert-Weg“.

(Text: Gerhard Bayerköhler)

 

 

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